Montag, September 03, 2012

VEGETARIER - GOTTLOSE KETZER?


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VEGETARIER - GOTTLOSE KETZER?


Buchbeschreibung

Grafik


Für die Tiere,
unsere Mitgeschöpfe aus Gottes Hand


Übermäßiger Fleischkonsum, das zeigt sich in unseren Tagen mehr und mehr, ist ein schwerwiegendes Problem: Dem Menschen bringt er Übergewicht, Herzerkrankungen und weitere Krankheiten. Den Tieren bereitet er unsägliche Quälereien in der Massentierhaltung und einen grausamen Tod im Schlachthof. Zurück bleiben abgeholzte Regenwälder, vergiftete Böden und Gewässer – und ein Planet Erde, der direkt in die Klimakatastrophe getrieben wird.

Wer hat uns das eingebrockt? Die Jäger? Die Metzger? Die Industriebosse? Die gierigen Verbraucher? Alle zusammen? Wer den Blick schärft, der findet den Berufsstand, der schon vor Jahrhunderten den Grundstein für die brutale Missachtung des Lebens gelegt hat – und diese „Tradition“ bis heute hoch hält...

Wer dabei nicht mitmacht, gilt bis heute als "gottloser Ketzer".


TB, 144 S.

ISBN 978-3-89201-345-7



Der Autor hat eine Fülle kaum bekannter Zusammenhänge und Fakten recherchiert. Er appelliert an die Leser: "Schaut nicht weg! Schaut hin, was mit den Tieren gemacht wird - milliardenfach! Esst kein Fleisch. Esst nicht das Leid der Tiere! Fleisch essen ist gegen das Gesetz des Lebens."
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis

 
12,90 EUR
Produkt-ID: s463de  
incl. 7% USt. zzgl. Versandkosten


 







Rezension M.W.:
Es gibt immer mehr Vegetarier und dennoch wird immer mehr Fleisch gegessen. Wie kann das sein?
Sehr interessant, wie einem in diesem Buch die Zusammenhänge zwischen dem Menschen und Tiere verachtenden Le(e)hrgebäude der kath. Kirche und der unverändert furchtbaren Situation für die Tiere im „christlichen“ Abendland bewusst gemacht wird. Als moderner, aufgeklärter Mensch mag man denken: „Was interessiert mich die Meinung dieser verstaubten Institution?!“ Leider kann es einem nicht egal sein. Noch immer sitzt diese Institution, die mit Ethik so rein gar nichts zu tun hat, in allen wichtigen Ethikkommissionen und prägt das Denken in unserer westlichen Gesellschaft. Die Bannsprüche gegen Vegetarier - 'gottlose Ketzer' wurden nie aufgehoben. Das Tier gilt für die Kirche als Sache, ohne Seele, ohne Gefühle, die man nicht lieben darf, sondern zu seinem Nutzen gebrauchen soll. Wie das dann in der Praxis aussieht, mit welcher Grausamkeit und erbarmungslosem Kalkül in Schlachthäusern, in den Tierversuchsanstalten, bei der Jagd in Wäldern und Feldern, beim Fischfang vorgegangen wird, wird auch in diesem Buch beschrieben.

Anhand von Recherchen und Fakten belegt der Autor, wo die geheimen Drahtzieher, Handlanger und Befürworter dieses Mordgeschäftes sitzen. Obwohl ich schon vieles wusste macht es mich traurig und empört mich zu lesen, wie das Volk fortwährend getäuscht wird und sich mitschuldig macht an dem unsagbaren Leid, das den Tieren, der Natur, ja dem ganzen Planeten angetan wird. Das muss ein Ende haben!



Inhaltsverzeichnis

Vorwort ..... 13

Es herrscht Krieg gegen die Tiere...... 17

Die Verdrehung und Verfälschung der Zehn Gebote Gottes und der Lehren der Bergpredigt durch die Priesterkaste ändert nichts an deren Gültigkeit!..... 21

Das Schlachten der Tiere war und ist Gott ein Gräuel und hat mit wahrem Christentum nichts zu tun! ..... 27

Nachfolger des Jesus von Nazareth in den ersten Gemeinden waren Vegetarier. ..... 29

Der Kirchenlehrer Hieronymus sprach gegen das Essen von Tierfleisch. ..... 32

Die Gottespropheten und Jesus von Nazareth sprachen gegen das Essen von Tierfleisch. ..... 34

Die Priesterkaste lehrt das Gegenteil dessen, was Gott durch Seine Propheten sprach, und missachtet das, was Jesus von Nazareth lehrte. .... 38

Kirchenvater Augustinus, das „Urbild all der bluttriefenden Inquisitoren“: ein „Freund“ Joseph Ratzingers ..... 42

Jesus, der Christus – nach Kirchenvater Augustinus ebenfalls ein „gottloser Ketzer“ ..... 44

Die zynischen Theorien des Kirchenlehrers Thomas von Aquin: Tiere sind zum Verbrauch bestimmt. 48

Wissenschaftlich längst widerlegte Vorstellungen und Meinungen der Kirchenlehrer gelten noch immer als Maß aller Dinge. ..... 51

Wer widerspricht, wird auf ewig verdammt. ..... 54

Tierversuche: unvorstellbare, kirchlich abgesegnete Grausamkeit ..... 56

Tierschützer und Vegetarier sind „Ketzer“ – von der Kirche ewig verdammt ..... 60

„Deshalb muss sie [die Kirche] mit peinlicher Sorgfalt alles ausmerzen, was gegen den Glauben ist ...“ ..... 62

Aufrechte Christus-Nachfolger, ja ganze christliche Glaubensgemeinschaften, wurden von der Kirche blutig verfolgt. ..... 63

Kaiser Konstantin machte das Christentum zur Staatsreligion – der Kampf gegen die friedliebenden, vegetarisch lebenden Nachfolger des Jesus von Nazareth wurde noch brutaler. ..... 67

Ketzer wurden von der Kirche zum Tode verurteilt. Das Erkennungsmerkmal eines Ketzers: Er ist Vegetarier. ..... 69

Millionenfach und abermillionenfach: das Grauen unter dem Deckmäntelchen „christlich“ ..... 72

Esst nicht das Leid der Tiere! ..... 75

Der Ursprung des milliardenfachen Tierleids: die Kirchengesetze ..... 77

Die Jagd: priesterlich abgesegnete Qualen und Tod ..... 78

Die Massentierhaltung: kirchlich abgesegnetes Leid und Elend ... 81

Die Ozeane werden leer gefischt. .... 84

Auch Fische sind fühlende Wesen! ..... 86

Tiermassaker: von hochrangigen Kirchenfunktionären befürwortet ..... 88

Hat Jesus von Nazareth Fleisch und Fisch gegessen? ..... 96

Das unvorstellbare Grauen in den Ställen und Schlachthöfen 102

Katholisch und lutherisch: Hohn und Spott auf Jesus und auf Seine Lehre f ü r das Leben ..... 113

Große Persönlichkeiten der Weltgeschichte klagen den Mord an den Tieren an. ..... 117

Massenmord an Menschen, Massenmord an Tieren: eine enorme Schuld, gemessen an den geistig-kosmischen Gesetzen ..... 124

Vegetarier, die „gottlosen Ketzer“ – von der Kirche immer noch auf ewig verdammt. Wer ist der Vater der Lüge? ..... 129

Der Dritte Weltkrieg hat schon begonnen. Wo ist der Ausweg? ..... 132

Quellennachweis ..... 141

Literatur zur Sendung und weiterführende Bücher zum Thema ..... 145



Leseprobe S. 13 – 29

Vorwort
Wie fühlt man sich als Ketzer? Ausgegrenzt, belächelt, verachtet? Nur die schon etwas älteren unter den heutigen Vegetariern können sich noch an das Unverständnis, das Misstrauen, ja bisweilen sogar an die Feindseligkeit erinnern, die ihnen noch vor wenigen Jahrzehnten entgegenschlugen, wenn sie konsequent auf Fleisch verzichteten.

Heute hat sich der Wind längst gedreht. Heute sind Vegetarier keine „Ketzer“ mehr, sondern sie verkörpern den neuen Trend. Weshalb dann noch von Vergangenem reden?

Weil es, genau besehen, keine Vergangenheit ist. Weil die Tiere noch immer entsetzlich leiden. Weil die Grausamkeit des Menschen gegen seine Übernächsten, die Tiere, sogar noch zunimmt. Und weil sich noch immer kaum jemand darüber Gedanken macht, weshalb das so ist. Wodurch wird das Verhalten von uns Menschen geprägt und mehr oder weniger gesteuert? Nicht zuletzt von religiösen Vorstellungen – oder auch von ethisch-moralischen Werten, die uns in Elternhaus, Schule, Kirche vermittelt wurden – oder eben nicht.
Was nützt der Trend zur vegetarischen oder veganen Ernährung dem Schwein oder Rind, das gerade jetzt, in diesem Augenblick, aufgrund unzureichender Betäubung bei lebendigem Leib aufgeschnitten und enthäutet wird? Aus Sicht unserer Übernächsten, der Tiere, kommt die ersehnte Trendwende noch immer – im wahrsten Sinn des Wortes – entsetzlich langsam voran, dauert die Bewusstseinserweiterung ihrer begriffsstutzigen und unfassbar gefühllosen „großen Geschwister“ auf zwei Beinen gefühlte Ewigkeiten. Die „ewige Hölle“, die die Priester einst erfanden, um uns Menschen besser in Schach halten zu können – hier ist sie tatsächlich blutige Wirklichkeit.

Doch die Priesterkaste – sie hat nicht nur die Tier-„Hölle“ eingerichtet. Nein, sie hat alle Menschen, die sie in ihren Bann ziehen konnte und noch immer kann, als Quälpersonal, als Unterteufel in Menschengestalt für diesen Höllenbetrieb rekrutiert. Vom ersten Tierhalter bis zum letzten Verbraucher.

Nein: Der Titel dieses Buches – und der Fernsehsendungen, auf denen es beruht – ist beileibe keine symbolisch-allegorische Übertreibung. „Vegetarier – gottlose Ketzer?“ – das ist keine provozierend-ironische Überspitzung, o nein: Das beschreibt schlicht und ergreifend die Sicht der Kirche bis zum heutigen Tag. In ihrer „Geschäftsordnung“ ist es niedergelegt – und in diesem Buch schwarz auf weiß nachzulesen.

Je mehr von uns Menschen hier gründlich nachforschen und alsdann folgerichtig entscheiden, desto mehr wächst die Hoffnung der Tiere, dass der Trend sich beschleunigt – und dass ihnen endlich die Achtung und Liebe entgegengebracht wird, die ihnen als unseren Mitgeschöpfen zusteht.

Matthias Holzbauer




Es herrscht Krieg gegen die Tiere. Die Welt, in der wir leben, und wie sie uns tagtäglich von den Medien präsentiert wird, ist vielfach von Verbrechen geprägt. Das macht Schlagzeilen, davon ist weltweit in den Medien zu hören und zu lesen – während andere Grausamkeiten gar nicht als die brutalen Verbrechen, die sie sind, wahrgenommen werden: der Raubbau etwa an der Mutter Erde oder die Zerstörung der vor kosmischer Strahlung schützenden Erdatmosphäre, aber auch die Verbrechen an den Tieren für die Fleischproduktion, für die Pelzproduktion, bei den Tierversuchen und vieles andere mehr!
Über die folgenschweren Vergehen an den Tieren und an der Natur gehen die meisten Zeitgenossen auch deshalb so leichtfertig hinweg, weil diese Abscheulichkeiten durch eine entsprechende Gesetzgebung in die weltliche Legalität gehoben, also zum weltlichen Recht erklärt, ja oftmals noch – ein Gipfel des Zynismus! – mit dem Segen der Kirchen dem allzu leichtgläubigen Volk als „gottgefällig“ untergeschoben werden.
Nehmen wir nur einmal die Tierschutzgesetze. Diese sind für die Tiere eine reine Farce. Sie dienen nur der Gewissensberuhigung des Volkes, bringen aber zum Schutz der Tiere so gut wie nichts! Solange man mit den Tieren so umgeht, wie sie bislang behandelt werden, und das in einer sich „christlich“ nennenden Gesellschaft, ist das sogenannte Tierschutzgesetz das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Und solange die Tiere für die Gesellschaft mehr oder weniger – mit Verlaub – nur zum Fressen da sind und das lebendige, beseelte Wesen in ihnen, das Mitgeschöpf aus Gott, überhaupt nicht wahrgenommen und geschützt wird, haben die Tiere nicht die geringste Chance auf ein würdiges Leben, weil der sogenannten christlichen Gesellschaft eine wahre ethische und moralische Bildung weitestgehend fehlt.

Gesetzesvorschläge von Tierschützern für einen verbesserten Tierschutz scheitern immer wieder auch an den sich „christlich“ nennenden Parteien, die den im Gesetz verankerten Tierschutz für ausreichend erklären. Welch ein Hohn, welch ein Zynismus, welch ein geistiges Armutszeugnis stellt diese Einstellung dar, wenn man an die Millionen und Abermillionen Tiere denkt, die bei lebendigem Leib gehäutet und zerstückelt werden! Von der oftmals bestialischen Tierhaltung noch gar nicht zu reden.
Doch in den Parlamenten sitzen zum Leid der Tiere Abgeordnete eines offensichtlich ethisch und moralisch tief stehenden Volkes und bringen häufig ihr katholisches oder lutherisches Muster, also lediglich hohle Tierschutz-Floskeln in die Debatten ein. Diese katholischen und auch lutherischen Muster heißen aber letztlich: Krieg gegen die Geschöpfe Gottes, Krieg gegen die Tiere!
Wer glaubt, dass das Gedankengut des Katechismus außerhalb der Kirchen weniger Einfluss habe, der nehme folgendes Zitat des erklärtermaßen besonders katholischen CSU-Bundestagsabgeordneten Norbert Geis vom 17.5.2002 zur Kenntnis:
„Es ist ja kein Geheimnis, dass wir uns lange Zeit gegen die Verankerung des Tierschutzes in unserer Verfassung gewehrt haben. … weil es immer Bestrebungen gab, unserer Verfassung von ihrer Grundausrichtung her eine ökozentrische Grundausrichtung zu geben. … Nach unserer Auffassung … ist der Mensch das alleinige Rechtsobjekt unserer Rechtsordnung. Es gab schon immer den Versuch, daneben auch den Pflanzen, den Tieren und anderen Schöpfungselementen und der Natur insgesamt Rechte einzuräumen. … die Tiere sind nach unserem Verständnis Mitgeschöpfe. ... Es ist aber kein Rechtssubjekt. In diesem Sinne ist es kein Individuum….
Das Tier hat keine Pflichten gegenüber dem Menschen. Deswegen hat es gegenüber dem Menschen auch keinen Anspruch auf artgemäße Haltung. Die möglichen Erschwernisse für Wirtschaft und Forschung waren nicht Grund unserer Zurückhaltung. Vielmehr war und ist es unser Anliegen, dass der Mensch Mittelpunkt der Verfassung bleibt.“
1

Übrigens ist der Katholik Geis auch Träger des Päpstlichen Gregorius-Ordens, gestiftet für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion!
Wie soll dieses Hin und Her, diese Floskeln, diese Herzenskälte, die da zum Ausdruck kommt, den Tieren in irgendeiner Art und Weise helfen und sie von ihrem milliardenfachen, erbärmlichen Leiden erlösen?

Sicher gibt es auch innerhalb der Kirchen Menschen, die die Tiere und die Natur achten und deshalb zum Beispiel vegetarisch leben. Doch solange die verbindlichen Lehraussagen der Kirchen gegen die Natur und gegen die Tiere, also gegen das Leben, das Gott ist, Bestand haben und das Volk diese verbindlichen Lehraussagen unter Androhung einer ewigen Verdammnis glauben muss, werden Nachfolger des Nazareners die Unwahrheiten, die Verdrehungen und verhohlenen Gegensätzlichkeiten aufdecken und die Wahrheit offen aussprechen.

Die Verdrehung und Verfälschung der Zehn Gebote Gottes und der Lehren der Bergpredigt durch die Priesterkaste ändert nichts an deren Gültigkeit!Gott, der Allgeist, die All-Intelligenz, der freie Geist, ist nicht das weltliche Recht, sondern die Gerechtigkeit und Seine ewig waltenden Gesetze sind es, die letztlich zählen. Gott lässt Seiner nicht spotten. „Was der Mensch sät, wird der Mensch ernten“, so heißt es schon bei Paulus in der Bibel der Kirchen.
Diese geistige Gesetzmäßigkeit werden auch alle weltlichen Gesetzgeber sowie auch Kirchenfunktionäre irgendwann erfahren müssen; viele eventuell erst als arme Seelen in den Stätten der Reinigung.
Auszüge aus den ewig waltenden kosmischen Gesetzen, die Lebensanweisungen für uns Menschen sind, offenbarte Gott, der Ewige, durch Seine wahren Propheten. Vor allem sind es die Zehn Gebote Gottes, die durch Mose offenbart wurden, und es ist die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, des Christus Gottes, dessen Namen die schlimmsten Verbrecher und Despoten in Politik und Kirche für ihre satanischen Werke bis heute missbrauchen.
Immer mehr Menschen mit geschichtlicher Bildung wissen, und viele Menschen, für die ethische und moralische Werte keine Floskeln, keine Fremdwörter sind, also Menschen mit Herzensbildung, erfassen und begreifen: Die Zehn Gebote Gottes wurden von Beginn an durch die Priesterkasten der jeweiligen Zeitepoche nach Belieben verfälscht, verbogen und ihren politisch durchsetzbaren Machtansprüchen angepasst. Sie legten das Wort Gottes immer entsprechend den Erfordernissen ihrer politischen Mehrheiten aus, die sie kauften oder erpressten, und entsprechend ihren oftmals despotischen Süchten, Leidenschaften, egoistischen Neigungen, Begehrlichkeiten und vielem anderen mehr.

Gott, der Ewige, der All-Geist, den wir unseren himmlischen Vater nennen, der der Vater der Liebe ist, der freie Geist, das unendliche Bewusstsein, hat keine Priester ernannt, keine Kirchen aus Stein gewollt und keine Religionen gegründet, denn Er ist der freie Geist der Liebe und der Einheit von Mensch, Natur und Tieren. Der ewige Geist, Gott, das universale Bewusstsein, hat aber Propheten berufen, um Sein Wort und Seinen Willen den Menschen zu offenbaren, und Er hat uns Seinen Sohn gesandt, Jesus von Nazareth, den Christus Gottes, der durch Seine Erlösertat die ganze Schöpfung gerettet hat. Von Kirchen, Dogmen, Riten, Sakramenten, Hostien, Priesterkasten, Opferkulten und anderem sprach ER, Christus, nicht. Ganz im Gegenteil: Zeit Seines Lebens hat Er dagegen angekämpft!Bis heute ist Fakt: Die Lehren des Jesus von Nazareth, die Lebensanweisungen des Sohnes Gottes für ein gesetzmäßiges Leben auf Erden, die in Seiner Bergpredigt niedergeschrieben sind, werden von der sogenannten christlichen Gesellschaft und der institutionellen Kirchenpriesterkaste in Wahrheit verworfen, in eine ferne Zukunft verlagert und als zu utopisch für diese Welt abqualifiziert.

Doch ob es den Priestern und den C-Politikern passt oder nicht, ob ihr Bewusstsein zu eng ist, um die kosmischen Gesetze zu erfassen oder nicht, ob sie wider besseres Wissen gegen den Christus Gottes handeln oder nicht: Die Bergpredigt Jesu war und ist der Schlüssel des Christus Gottes, um das Himmelreich aufzuschließen und um das Friedensreich Jesu Christi auf dieser Erde Wirklichkeit werden zu lassen.
Im Friedensreich Jesu Christi, das angesagt ist und auf einer gereinigten Erde kommen wird durch Menschen, die Seinen Willen, die Gesetze des Lebens, im Alltag erfüllen, wird kein Blut mehr vergossen, auch nicht das der Tiere. Es wird aber auch keine Kirchen aus Stein mehr geben mit Priestern, Bischöfen, Kardinälen und schon gar keinen Papst mehr. Dieses Menschenwerk fällt, wie vieles andere auch, der Umwandlung anheim. Diese Zeit geht zu Ende, ein neues Zeitalter beginnt.

Das Friedensreich Jesu Christi fällt jedoch nicht vom Himmel – es kommt nur durch die Erfüllung der Lehren des Jesus, des Christus, entsprechend Seinen Worten am Ende der Bergpredigt:

„’Wer diese Meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber Meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.’
Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von Seiner Lehre; denn Er lehrte sie wie einer, der [göttliche]Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7, 24-28).
Dazu einige Gedanken und Fragen zum Nachdenken: Warum haben die Kirchen in 2000 Jahren nicht getan, was Jesus von Nazareth lehrte? Warum haben sie stattdessen alle wahrhaft christlichen Bewegungen, die die Lehren des Nazareners in der Tat ernst nahmen, verfolgt, ermordet und oftmals bis auf das letzte Kind blutigst ausgemerzt? Und wer war das? Wer?

Jesus, der Christus sprach schon damals, und Sein Wort gilt in alle Ewigkeit:
„Ihr aber sollt euch nicht Rabbi [also Priester] nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“
Warum aber gibt es dann einen sogenannten Heiligen Vater in Rom? Wer will das? Was soll das? Welche Früchte sind daraus hervorgegangen? Schauen wir in die Welt. Schauen wir genau hin! Das sind offensichtlich die Früchte der veräußerlichten Kirchen!
Und genauso deutlich wie gegen die Priester sprach Jesus, der Christus, gegen das Töten der Tiere – Er sprach:
„Wahrlich, Ich sage euch, darum bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel, die von den Menschen geschlachtet werden.
Am Anfang gab Gott allen die Früchte der Bäume und die Saaten und die Kräuter zur Nahrung; doch die, welche sich selbst mehr liebten als Gott oder ihre Nächsten, verdarben ihre Sitten und brachten Krankheiten in ihre Körper und erfüllten die Erde mit Begierden und Grausamkeit. Nicht durch das Vergießen von unschuldigem Blut, sondern durch ein rechtschaffenes Leben werdet ihr den Frieden Gottes finden.
Ihr nennt Mich den Christus Gottes, und ihr sprecht wahr; denn Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Gehet diesen Weg, und ihr werdet Gott finden. Suchet die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
(„Das Evangelium Jesu“, Kap. 75, 7-12)



Das Schlachten der Tiere war und ist Gott ein Gräuel und hat mit wahrem Christentum nichts zu tun!Die Verfälschung der Lehre des Jesus von Nazareth durch die kirchlichen Funktionäre sowie die kolossale Irreführung der Völker, durchgesetzt mit oftmals nackter, bestialischer Gewalt durch Staat und Kirche, abgesegnet durch die Kirchengesetze, haben die Welt in den Zustand gebracht, in dem sie sich heute befindet.
All das Leid auf dieser Welt, vor allem auch das unermessliche Leid der Tiere, mit all den sadistischen, gleich satanischen, Auswüchsen, ist ganz besonders die Schuld derer, die in Wirklichkeit verkleidete heidnische Priester sind, sich aber „christlich“ nennen und den institutionellen Kirchen seit Jahrhunderten vorstehen, obwohl sie die geistigen Lehren des Nazareners, Jesus, des Christus, bis heute für reine Utopie halten.
Das Leid dieser Welt ist folglich die Schuld derer, die sich scheinheilig als „christliche“ Leitfiguren ausgeben und das Volk weiterhin, entgegen den wahren christlichen Lehren, manipulieren – ganz besonders auch, was die Ernährung der Menschheit angeht, vor allem das Essen von Tierkadavern mit seiner verheerenden Auswirkung für die einzelnen Menschen und Seelen sowie für die ganze Menschheit. Historisch betrachtet, ist es nichts weiter als der alte heidnische Blutkult, das Essen von Tieropfer-Fleisch.

Die ersten Christen hingegen waren, wie Jesus von Nazareth selbst, Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, Tierschützer und Vegetarier. Für Menschen, die geschichtliche Belege suchen, gibt es die alten überlieferten Schriften. Es gibt die Briefwechsel von verschiedensten historischen Persönlichkeiten aus den ersten Jahrhunderten, die eindeutig belegen: Fleischkonsum war und ist Gott ein Gräuel und hat mit Christentum nichts, aber auch gar nichts zu tun!
Mit welcher Berechtigung sollen wir all den Priestern, Pfarrern, Bischöfen und sonstigen Meinungsbildnern denn noch Glauben schenken, die uns Menschen allzu viele Unwahrheiten – wie auch die des angeblich von Gott erlaubten Fleischessens – weiterhin auftischen wollen? Denn: Die Dogmen und Lehrverkündigungen der Kirchen sind Menschenwerk. Jesus, der Christus, hat das nicht gelehrt. Jesus, der Christus, hat keine Kirche gegründet und keine Priester berufen.
Auch wenn in den Dogmen dreist versucht wird, einen Anspruch von Jesus, dem Christus, abzuleiten – alle diese Redewendungen und teilweise absurden Erklärungen sind Menschenwerk, die nichts, aber auch gar nichts mit dem im Äußeren einfachen, mutigen Mann, dem Zimmermann aus Nazareth, Jesus Christus, dem Sohn Gottes, und Seiner schlichten Lehre der Bergpredigt zu tun haben. Er, Christus, sprach einfach und schlicht: „Folget Mir nach!“ Wer die Kirchengeschichte kennt, der weiß, dass diese alles andere als die Nachfolge des Jesus von Nazareth ist.

Nachfolger des Jesus von Nazareth in den ersten Gemeinden waren Vegetarier.Zum besseren Verständnis dieser deutlichen Aussagen zeigen einige geschichtlich belegte Zitate auf, wie es die Apostel, die Gottespropheten und die Menschen in den ersten Gemeinden mit dem Fleischkonsum hielten.

Petrus erklärt, er lebe von Brot und Oliven, denen er teilweise Gemüse zufüge.
„Das widernatürliche Essen von Fleisch ist ebenso vergiftend wie die heidnische Anbetung von Teufeln mit ihren Opferungen und unreinen Festen. Durch Teilnahme daran wird der Mensch zum Tischgenossen von Teufeln.“ 2

Von Paulus ist folgende Aussage überliefert:
„Jesus befahl mir, dass ich kein Fleisch esse und keinen Wein trinke, sondern nur Brot, Wasser und Früchte, damit ich rein befunden werde, wenn Er mit mir reden will.“ 3

Über den Apostel Matthäus schreibt Clemens von Alexandrien: Dieser
„lebte von Samenkörnern, Baumfrüchten und Gemüsen ohne Fleisch.“ Und „Johannes, der die Mäßigkeit im äußersten Grade übte, aß Blattknospen und wilden Honig.“ 4

Nach dem Kirchenhistoriker Hegesipp hat auch Johannes nie Fleisch gegessen. 5
Jakobus, der Bruder des Herrn, lebte von Sämereien und Pflanzen und berührte weder Fleisch noch Wein. 6 Auch die anderen Apostel und Jünger waren nach dem Zeugnis der Schriftsteller des 2. Jahrhunderts Vegetarier.

„Kirchenlehrer“ Quintus Septimus Tertullianus (ca. 150 – ca. 220) wird zu den ältesten Kirchenschriftstellern gezählt. Er teilt die Christen in zwei Gruppen: die „wahren Christen“, die sich des Fleisches enthalten, und die „Leiber ohne Seelen“, welche Fleisch essen. Tertullian schreibt:
„Wie soll ich es bezeichnen, dass ihr glaubt, wir seien nach Menschenblut begierig, da ihr doch wisst, dass wir das Tierblut verabscheuen!“ 7

Basilius der Große, Erzbischof von Caesarea, ebenfalls „Kirchenvater“, überlieferte folgende Aussage:
„Solange man mäßig lebt, wird das Glück des Hauses sich mehren; die Tiere werden sich in Sicherheit befinden; man wird kein Blut vergießen, keine Tiere töten ... die Tafel wird nur gedeckt mit Früchten, welche die Natur spendet, und man wird sich damit genügen lassen ...“ 8
„Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut.“ 9

Kirchenvater Gregor von Nazianz (ca. 329 – 390) erklärte:
„Die Schwelgerei in Fleischgerichten ist ein schändliches Unrecht, und ich wünsche, dass ihr vor allen Dingen bestrebt sein möget, eurer Seele eine Nahrung zu reichen, welche ewige Dauer hat.“ 10
Johannes von Antiochia, genannt Chrysostomos (ca. 349 – 407), berichtete über eine Gruppe von Urchristen Folgendes:
„Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen, kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ...“ 11

Der byzantinische Gouverneur Plinius bestätigt seinem römischen Kaiser Trajan (59 – 117) in einem Brief, dass die Christen sich der Fleischnahrung enthalten. 12
(weiter auf S. 32)







Tierversuche: unvorstellbare, kirchlich abgesegnete Grausamkeit (S. 56)Eine Verhöhnung Gottes, der alles Sein beatmet, ist es auch, wie der Mensch in dieser Welt mit den Tieren umgeht – die ja die gottgewollten Mitgeschöpfe der Menschen sind. Ihnen ergeht es so unsagbar grausam, dass ihr zum Himmel schreiendes Elend nicht oft genug und deutlich genug aufgezeigt werden kann. Die Tiere sind wahrlich den verbrecherischen Machenschaften der Spezies Mensch erbarmungslos ausgeliefert – und das alles mit dem Segen der institutionellen, angeblich „christlichen“ Kirchen, der Priester, Bischöfe, Kardinäle und des Papstes.

Kommen wir noch einmal auf die Aussagen im Katechismus zurück. Es heißt dort:
„Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind sittlich zulässig, wenn sie in vernünftigen Grenzen bleiben und dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.“ (Rd.-Nr. 2417)

Was der Vatikan unter Führung des Papstes unter „in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig“ versteht, das kann man aus der folgenden Meldung von Radio Vatikan am 10.12.2011 schließen:
„Papst Benedikt hat den Neurophysiologen Prof. Wolf Singer zum Konsultor des Päpstlichen Kulturrates ernannt. Bereits 1992 war er zum lebenslangen Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt worden.“Was der auf diese Weise für seine kirchentreuen Taten belohnte Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, mit den Tieren wirklich anstellt, kann man im Internet ausführlich nachlesen. Diese Lektüre ist allerdings nichts für schwache Nerven...



Tierschützer und Vegetarier sind „Ketzer“ – von der Kirche ewig verdammt (S. 60)
Machen wir uns bewusst: All diese sadistischen Quälereien werden von den Kirchen abgesegnet. Wenn jemand hingegen, z.B. als Tierschützer, behauptet, dass Tiere eine Seele haben und dass diese Forschungen abartig und pervers sind, so kommt das einer Missachtung der Kirchengesetze gleich. Wer so denkt und redet, ist in den Augen der Kirche ein Ketzer.
Missachtet ein ungehorsamer Katholik auch nur eines der gegen das Leben gerichteten Dogmen, Riten und Kulte, nur eine der teilweise abstrusen und brutalen Lehraussagen von Männern, von denen mit großer Sicherheit viele nach heutigem Recht der Gerichtsbarkeit übergeben werden müssten, so droht ihm unweigerlich die ewige Verdammnis. Doch die droht unabhängig davon auch allen Menschen, die nicht katholisch sind; zur Zeit sind das mindestens 5,5 Milliarden Menschen. Also allen Moslems, allen Juden, allen Atheisten, allen Buddhisten, allen Hinduisten usw., denn außerhalb der Kirche gibt es nach katholischer Lehre kein Heil.

Das Ausmerzen der Ketzer – und Tierschutz und Vegetarismus galt schon immer als eines der Hauptindizien für Ketzerei – ist zur Zeit aufgrund einer demokratischen Verfassung in Deutschland auf unbestimmte Zeit verschoben. Doch jeder Katholik hat bis heute alle kirchlichen Lehrsätze ohne Ausnahme anzuerkennen. Sonst heißt es auch für den eifrigsten Katholiken: ab in die ewige Verdammnis!

Machen wir uns bewusst, dass die katholische Kirche lehrt: Alle Vegetarier auf Erden sind noch immer gottlose Ketzer und auf ewig verdammt, weil Kirchenlehrer Augustinus, der „Heilige“, es so wollte! Augustinus, der besondere „Freund“ Ratzingers, den er um Beistand und Hilfe bittet!

Machen wir uns bewusst, dass die katholische Kirche lehrt: Alle Vegetarier auf Erden sind noch immer gottlose Ketzer und auf ewig verdammt, weil Papst Johannes III. (561 – 574) auf der 1. Synode von Braga einen Bannfluch gegen die Vegetarier aussprach:
„Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ... sei er mit dem Bannfluch belegt.“ 27

Auch dieser Bannfluch ist bis heute nicht aufgehoben, im Gegenteil: Er befindet sich nach wie vor in der offiziellen ausführlichen Lehrsatzsammlung von Denziger und Schönmetzer...

Auch dieser Bannfluch ist bis heute nicht aufgehoben, im Gegenteil: Er befindet sich nach wie vor in der offiziellen ausführlichen Lehrsatzsammlung von Denziger und Schönmetzer. 28
Man muss dazu wissen: Ein Bannfluch war im Mittelalter soviel wie ein Todesurteil, denn er hatte die „Vogelfreiheit“ zur Folge. Jeder durfte einen Gebannten sogar straflos töten. Dieser verlor als ein aus der Gesellschaft Ausgeschlossener automatisch alle Rechte. – Wie geht es übrigens damit den Tierfreunden und Vegetariern in den Kirchen? Oder sind am Ende schon alle ausgetreten?

„Deshalb muss sie [die Kirche] mit peinlicher Sorgfalt alles ausmerzen, was gegen den Glauben ist ...“ (S. 62)In den Urkunden der Lehrverkündigung: „Der Glaube der Kirche“ von Neuner-Roos, 13. Auflage 1992, lesen wir unter der Rand-Nr. 382:
„Deshalb muss sie [die Kirche] mit peinlicher Sorgfalt
alles ... ausmerzen, was gegen den Glauben ist ...“
...


Esst nicht das Leid der Tiere! (S.75)Liebe Leser, informieren Sie sich selbst, und entscheiden Sie dann, wie Sie in Bezug auf die Tiere leben möchten. Das Anliegen dieses Buches ist es, dass immer mehr Menschen erkennen, wie bestialisch mit den Tieren umgegangen wird, und dass sie beginnen, vegetarisch zu leben. Vor allem im Internet gibt es viele Web-Seiten, die helfen können, aus dem Kreislauf des Unguten, der Mitschuld am Tierleid, herauszufinden. Wenn Sie wollen, fangen Sie langsam an, Ihre Essensgewohnheiten umzustellen. Bereiten Sie sich zum Beispiel an einigen Tagen in der Woche ein vegetarisches Mahl. Gewöhnen Sie sich allmählich um. Bei einigen Menschen geht es schneller, andere brauchen ein wenig mehr Zeit. Macht nichts. Von Tag zu Tag geht es besser. Sie werden sehen, es wird für Sie zum Lebensgewinn, nicht nur, weil vegetarisches Essen viel gesünder ist. Auch Ihre Seele profitiert davon.

Darum: Esst kein Fleisch!
Esst nicht das Leid der Tiere!
Fleischessen ist wahrlich gegen das Gesetz des Lebens, das Gott ist.



Leseprobe S. 13 – 29

Vorwort
Wie fühlt man sich als Ketzer? Ausgegrenzt, belächelt, verachtet? Nur die schon etwas älteren unter den heutigen Vegetariern können sich noch an das Unverständnis, das Misstrauen, ja bisweilen sogar an die Feindseligkeit erinnern, die ihnen noch vor wenigen Jahrzehnten entgegenschlugen, wenn sie konsequent auf Fleisch verzichteten.

Heute hat sich der Wind längst gedreht. Heute sind Vegetarier keine „Ketzer“ mehr, sondern sie verkörpern den neuen Trend. Weshalb dann noch von Vergangenem reden?

Weil es, genau besehen, keine Vergangenheit ist. Weil die Tiere noch immer entsetzlich leiden. Weil die Grausamkeit des Menschen gegen seine Übernächsten, die Tiere, sogar noch zunimmt. Und weil sich noch immer kaum jemand darüber Gedanken macht, weshalb das so ist. Wodurch wird das Verhalten von uns Menschen geprägt und mehr oder weniger gesteuert? Nicht zuletzt von religiösen Vorstellungen – oder auch von ethisch-moralischen Werten, die uns in Elternhaus, Schule, Kirche vermittelt wurden – oder eben nicht.
Was nützt der Trend zur vegetarischen oder veganen Ernährung dem Schwein oder Rind, das gerade jetzt, in diesem Augenblick, aufgrund unzureichender Betäubung bei lebendigem Leib aufgeschnitten und enthäutet wird? Aus Sicht unserer Übernächsten, der Tiere, kommt die ersehnte Trendwende noch immer – im wahrsten Sinn des Wortes – entsetzlich langsam voran, dauert die Bewusstseinserweiterung ihrer begriffsstutzigen und unfassbar gefühllosen „großen Geschwister“ auf zwei Beinen gefühlte Ewigkeiten. Die „ewige Hölle“, die die Priester einst erfanden, um uns Menschen besser in Schach halten zu können – hier ist sie tatsächlich blutige Wirklichkeit.

Doch die Priesterkaste – sie hat nicht nur die Tier-„Hölle“ eingerichtet. Nein, sie hat alle Menschen, die sie in ihren Bann ziehen konnte und noch immer kann, als Quälpersonal, als Unterteufel in Menschengestalt für diesen Höllenbetrieb rekrutiert. Vom ersten Tierhalter bis zum letzten Verbraucher.

Nein: Der Titel dieses Buches – und der Fernsehsendungen, auf denen es beruht – ist beileibe keine symbolisch-allegorische Übertreibung. „Vegetarier – gottlose Ketzer?“ – das ist keine provozierend-ironische Überspitzung, o nein: Das beschreibt schlicht und ergreifend die Sicht der Kirche bis zum heutigen Tag. In ihrer „Geschäftsordnung“ ist es niedergelegt – und in diesem Buch schwarz auf weiß nachzulesen.

Je mehr von uns Menschen hier gründlich nachforschen und alsdann folgerichtig entscheiden, desto mehr wächst die Hoffnung der Tiere, dass der Trend sich beschleunigt – und dass ihnen endlich die Achtung und Liebe entgegengebracht wird, die ihnen als unseren Mitgeschöpfen zusteht.

Matthias Holzbauer




Es herrscht Krieg gegen die Tiere. Die Welt, in der wir leben, und wie sie uns tagtäglich von den Medien präsentiert wird, ist vielfach von Verbrechen geprägt. Das macht Schlagzeilen, davon ist weltweit in den Medien zu hören und zu lesen – während andere Grausamkeiten gar nicht als die brutalen Verbrechen, die sie sind, wahrgenommen werden: der Raubbau etwa an der Mutter Erde oder die Zerstörung der vor kosmischer Strahlung schützenden Erdatmosphäre, aber auch die Verbrechen an den Tieren für die Fleischproduktion, für die Pelzproduktion, bei den Tierversuchen und vieles andere mehr!
Über die folgenschweren Vergehen an den Tieren und an der Natur gehen die meisten Zeitgenossen auch deshalb so leichtfertig hinweg, weil diese Abscheulichkeiten durch eine entsprechende Gesetzgebung in die weltliche Legalität gehoben, also zum weltlichen Recht erklärt, ja oftmals noch – ein Gipfel des Zynismus! – mit dem Segen der Kirchen dem allzu leichtgläubigen Volk als „gottgefällig“ untergeschoben werden.
Nehmen wir nur einmal die Tierschutzgesetze. Diese sind für die Tiere eine reine Farce. Sie dienen nur der Gewissensberuhigung des Volkes, bringen aber zum Schutz der Tiere so gut wie nichts! Solange man mit den Tieren so umgeht, wie sie bislang behandelt werden, und das in einer sich „christlich“ nennenden Gesellschaft, ist das sogenannte Tierschutzgesetz das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Und solange die Tiere für die Gesellschaft mehr oder weniger – mit Verlaub – nur zum Fressen da sind und das lebendige, beseelte Wesen in ihnen, das Mitgeschöpf aus Gott, überhaupt nicht wahrgenommen und geschützt wird, haben die Tiere nicht die geringste Chance auf ein würdiges Leben, weil der sogenannten christlichen Gesellschaft eine wahre ethische und moralische Bildung weitestgehend fehlt.

Gesetzesvorschläge von Tierschützern für einen verbesserten Tierschutz scheitern immer wieder auch an den sich „christlich“ nennenden Parteien, die den im Gesetz verankerten Tierschutz für ausreichend erklären. Welch ein Hohn, welch ein Zynismus, welch ein geistiges Armutszeugnis stellt diese Einstellung dar, wenn man an die Millionen und Abermillionen Tiere denkt, die bei lebendigem Leib gehäutet und zerstückelt werden! Von der oftmals bestialischen Tierhaltung noch gar nicht zu reden.
Doch in den Parlamenten sitzen zum Leid der Tiere Abgeordnete eines offensichtlich ethisch und moralisch tief stehenden Volkes und bringen häufig ihr katholisches oder lutherisches Muster, also lediglich hohle Tierschutz-Floskeln in die Debatten ein. Diese katholischen und auch lutherischen Muster heißen aber letztlich: Krieg gegen die Geschöpfe Gottes, Krieg gegen die Tiere!
Wer glaubt, dass das Gedankengut des Katechismus außerhalb der Kirchen weniger Einfluss habe, der nehme folgendes Zitat des erklärtermaßen besonders katholischen CSU-Bundestagsabgeordneten Norbert Geis vom 17.5.2002 zur Kenntnis:
„Es ist ja kein Geheimnis, dass wir uns lange Zeit gegen die Verankerung des Tierschutzes in unserer Verfassung gewehrt haben. … weil es immer Bestrebungen gab, unserer Verfassung von ihrer Grundausrichtung her eine ökozentrische Grundausrichtung zu geben. … Nach unserer Auffassung … ist der Mensch das alleinige Rechtsobjekt unserer Rechtsordnung. Es gab schon immer den Versuch, daneben auch den Pflanzen, den Tieren und anderen Schöpfungselementen und der Natur insgesamt Rechte einzuräumen. … die Tiere sind nach unserem Verständnis Mitgeschöpfe. ... Es ist aber kein Rechtssubjekt. In diesem Sinne ist es kein Individuum….
Das Tier hat keine Pflichten gegenüber dem Menschen. Deswegen hat es gegenüber dem Menschen auch keinen Anspruch auf artgemäße Haltung. Die möglichen Erschwernisse für Wirtschaft und Forschung waren nicht Grund unserer Zurückhaltung. Vielmehr war und ist es unser Anliegen, dass der Mensch Mittelpunkt der Verfassung bleibt.“
1

Übrigens ist der Katholik Geis auch Träger des Päpstlichen Gregorius-Ordens, gestiftet für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion!
Wie soll dieses Hin und Her, diese Floskeln, diese Herzenskälte, die da zum Ausdruck kommt, den Tieren in irgendeiner Art und Weise helfen und sie von ihrem milliardenfachen, erbärmlichen Leiden erlösen?

Sicher gibt es auch innerhalb der Kirchen Menschen, die die Tiere und die Natur achten und deshalb zum Beispiel vegetarisch leben. Doch solange die verbindlichen Lehraussagen der Kirchen gegen die Natur und gegen die Tiere, also gegen das Leben, das Gott ist, Bestand haben und das Volk diese verbindlichen Lehraussagen unter Androhung einer ewigen Verdammnis glauben muss, werden Nachfolger des Nazareners die Unwahrheiten, die Verdrehungen und verhohlenen Gegensätzlichkeiten aufdecken und die Wahrheit offen aussprechen.

Die Verdrehung und Verfälschung der Zehn Gebote Gottes und der Lehren der Bergpredigt durch die Priesterkaste ändert nichts an deren Gültigkeit!Gott, der Allgeist, die All-Intelligenz, der freie Geist, ist nicht das weltliche Recht, sondern die Gerechtigkeit und Seine ewig waltenden Gesetze sind es, die letztlich zählen. Gott lässt Seiner nicht spotten. „Was der Mensch sät, wird der Mensch ernten“, so heißt es schon bei Paulus in der Bibel der Kirchen.
Diese geistige Gesetzmäßigkeit werden auch alle weltlichen Gesetzgeber sowie auch Kirchenfunktionäre irgendwann erfahren müssen; viele eventuell erst als arme Seelen in den Stätten der Reinigung.
Auszüge aus den ewig waltenden kosmischen Gesetzen, die Lebensanweisungen für uns Menschen sind, offenbarte Gott, der Ewige, durch Seine wahren Propheten. Vor allem sind es die Zehn Gebote Gottes, die durch Mose offenbart wurden, und es ist die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, des Christus Gottes, dessen Namen die schlimmsten Verbrecher und Despoten in Politik und Kirche für ihre satanischen Werke bis heute missbrauchen.
Immer mehr Menschen mit geschichtlicher Bildung wissen, und viele Menschen, für die ethische und moralische Werte keine Floskeln, keine Fremdwörter sind, also Menschen mit Herzensbildung, erfassen und begreifen: Die Zehn Gebote Gottes wurden von Beginn an durch die Priesterkasten der jeweiligen Zeitepoche nach Belieben verfälscht, verbogen und ihren politisch durchsetzbaren Machtansprüchen angepasst. Sie legten das Wort Gottes immer entsprechend den Erfordernissen ihrer politischen Mehrheiten aus, die sie kauften oder erpressten, und entsprechend ihren oftmals despotischen Süchten, Leidenschaften, egoistischen Neigungen, Begehrlichkeiten und vielem anderen mehr.

Gott, der Ewige, der All-Geist, den wir unseren himmlischen Vater nennen, der der Vater der Liebe ist, der freie Geist, das unendliche Bewusstsein, hat keine Priester ernannt, keine Kirchen aus Stein gewollt und keine Religionen gegründet, denn Er ist der freie Geist der Liebe und der Einheit von Mensch, Natur und Tieren. Der ewige Geist, Gott, das universale Bewusstsein, hat aber Propheten berufen, um Sein Wort und Seinen Willen den Menschen zu offenbaren, und Er hat uns Seinen Sohn gesandt, Jesus von Nazareth, den Christus Gottes, der durch Seine Erlösertat die ganze Schöpfung gerettet hat. Von Kirchen, Dogmen, Riten, Sakramenten, Hostien, Priesterkasten, Opferkulten und anderem sprach ER, Christus, nicht. Ganz im Gegenteil: Zeit Seines Lebens hat Er dagegen angekämpft!Bis heute ist Fakt: Die Lehren des Jesus von Nazareth, die Lebensanweisungen des Sohnes Gottes für ein gesetzmäßiges Leben auf Erden, die in Seiner Bergpredigt niedergeschrieben sind, werden von der sogenannten christlichen Gesellschaft u
d der institutionellen Kirchenpriesterkaste in Wahrheit verworfen, in eine ferne Zukunft verlagert und als zu utopisch für diese Welt abqualifiziert.

Doch ob es den Priestern und den C-Politikern passt oder nicht, ob ihr Bewusstsein zu eng ist, um die kosmischen Gesetze zu erfassen oder nicht, ob sie wider besseres Wissen gegen den Christus Gottes handeln oder nicht: Die Bergpredigt Jesu war und ist der Schlüssel des Christus Gottes, um das Himmelreich aufzuschließen und um das Friedensreich Jesu Christi auf dieser Erde Wirklichkeit werden zu lassen.
Im Friedensreich Jesu Christi, das angesagt ist und auf einer gereinigten Erde kommen wird durch Menschen, die Seinen Willen, die Gesetze des Lebens, im Alltag erfüllen, wird kein Blut mehr vergossen, auch nicht das der Tiere. Es wird aber auch keine Kirchen aus Stein mehr geben mit Priestern, Bischöfen, Kardinälen und schon gar keinen Papst mehr. Dieses Menschenwerk fällt, wie vieles andere auch, der Umwandlung anheim. Diese Zeit geht zu Ende, ein neues Zeitalter beginnt.

Das Friedensreich Jesu Christi fällt jedoch nicht vom Himmel – es kommt nur durch die Erfüllung der Lehren des Jesus, des Christus, entsprechend Seinen Worten am Ende der Bergpredigt:

„’Wer diese Meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber Meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.’
Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von Seiner Lehre; denn Er lehrte sie wie einer, der [göttliche]Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7, 24-28).
Dazu einige Gedanken und Fragen zum Nachdenken: Warum haben die Kirchen in 2000 Jahren nicht getan, was Jesus von Nazareth lehrte? Warum haben sie stattdessen alle wahrhaft christlichen Bewegungen, die die Lehren des Nazareners in der Tat ernst nahmen, verfolgt, ermordet und oftmals bis auf das letzte Kind blutigst ausgemerzt? Und wer war das? Wer?

Jesus, der Christus sprach schon damals, und Sein Wort gilt in alle Ewigkeit:
„Ihr aber sollt euch nicht Rabbi [also Priester] nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“
Warum aber gibt es dann einen sogenannten Heiligen Vater in Rom? Wer will das? Was soll das? Welche Früchte sind daraus hervorgegangen? Schauen wir in die Welt. Schauen wir genau hin! Das sind offensichtlich die Früchte der veräußerlichten Kirchen!
Und genauso deutlich wie gegen die Priester sprach Jesus, der Christus, gegen das Töten der Tiere – Er sprach:
„Wahrlich, Ich sage euch, darum bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel, die von den Menschen geschlachtet werden.
Am Anfang gab Gott allen die Früchte der Bäume und die Saaten und die Kräuter zur Nahrung; doch die, welche sich selbst mehr liebten als Gott oder ihre Nächsten, verdarben ihre Sitten und brachten Krankheiten in ihre Körper und erfüllten die Erde mit Begierden und Grausamkeit. Nicht durch das Vergießen von unschuldigem Blut, sondern durch ein rechtschaffenes Leben werdet ihr den Frieden Gottes finden.
Ihr nennt Mich den Christus Gottes, und ihr sprecht wahr; denn Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Gehet diesen Weg, und ihr werdet Gott finden. Suchet die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
(„Das Evangelium Jesu“, Kap. 75, 7-12)



Das Schlachten der Tiere war und ist Gott ein Gräuel und hat mit wahrem Christentum nichts zu tun!Die Verfälschung der Lehre des Jesus von Nazareth durch die kirchlichen Funktionäre sowie die kolossale Irreführung der Völker, durchgesetzt mit oftmals nackter, bestialischer Gewalt durch Staat und Kirche, abgesegnet durch die Kirchengesetze, haben die Welt in den Zustand gebracht, in dem sie sich heute befindet.
All das Leid auf dieser Welt, vor allem auch das unermessliche Leid der Tiere, mit all den sadistischen, gleich satanischen, Auswüchsen, ist ganz besonders die Schuld derer, die in Wirklichkeit verkleidete heidnische Priester sind, sich aber „christlich“ nennen und den institutionellen Kirchen seit Jahrhunderten vorstehen, obwohl sie die geistigen Lehren des Nazareners, Jesus, des Christus, bis heute für reine Utopie halten.
Das Leid dieser Welt ist folglich die Schuld derer, die sich scheinheilig als „christliche“ Leitfiguren ausgeben und das Volk weiterhin, entgegen den wahren christlichen Lehren, manipulieren – ganz besonders auch, was die Ernährung der Menschheit angeht, vor allem das Essen von Tierkadavern mit seiner verheerenden Auswirkung für die einzelnen Menschen und Seelen sowie für die ganze Menschheit. Historisch betrachtet, ist es nichts weiter als der alte heidnische Blutkult, das Essen von Tieropfer-Fleisch.

Die ersten Christen hingegen waren, wie Jesus von Nazareth selbst, Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, Tierschützer und Vegetarier. Für Menschen, die geschichtliche Belege suchen, gibt es die alten überlieferten Schriften. Es gibt die Briefwechsel von verschiedensten historischen Persönlichkeiten aus den ersten Jahrhunderten, die eindeutig belegen: Fleischkonsum war und ist Gott ein Gräuel und hat mit Christentum nichts, aber auch gar nichts zu tun!
Mit welcher Berechtigung sollen wir all den Priestern, Pfarrern, Bischöfen und sonstigen Meinungsbildnern denn noch Glauben schenken, die uns Menschen allzu viele Unwahrheiten – wie auch die des angeblich von Gott erlaubten Fleischessens – weiterhin auftischen wollen? Denn: Die Dogmen und Lehrverkündigungen der Kirchen sind Menschenwerk. Jesus, der Christus, hat das nicht gelehrt. Jesus, der Christus, hat keine Kirche gegründet und keine Priester berufen.
Auch wenn in den Dogmen dreist versucht wird, einen Anspruch von Jesus, dem Christus, abzuleiten – alle diese Redewendungen und teilweise absurden Erklärungen sind Menschenwerk, die nichts, aber auch gar nichts mit dem im Äußeren einfachen, mutigen Mann, dem Zimmermann aus Nazareth, Jesus Christus, dem Sohn Gottes, und Seiner schlichten Lehre der Bergpredigt zu tun haben. Er, Christus, sprach einfach und schlicht: „Folget Mir nach!“ Wer die Kirchengeschichte kennt, der weiß, dass diese alles andere als die Nachfolge des Jesus von Nazareth ist.

Nachfolger des Jesus von Nazareth in den ersten Gemeinden waren Vegetarier.Zum besseren Verständnis dieser deutlichen Aussagen zeigen einige geschichtlich belegte Zitate auf, wie es die Apostel, die Gottespropheten und die Menschen in den ersten Gemeinden mit dem Fleischkonsum hielten.

Petrus erklärt, er lebe von Brot und Oliven, denen er teilweise Gemüse zufüge.
„Das widernatürliche Essen von Fleisch ist ebenso vergiftend wie die heidnische Anbetung von Teufeln mit ihren Opferungen und unreinen Festen. Durch Teilnahme daran wird der Mensch zum Tischgenossen von Teufeln.“ 2

Von Paulus ist folgende Aussage überliefert:
„Jesus befahl mir, dass ich kein Fleisch esse und keinen Wein trinke, sondern nur Brot, Wasser und Früchte, damit ich rein befunden werde, wenn Er mit mir reden will.“ 3

Über den Apostel Matthäus schreibt Clemens von Alexandrien: Dieser
„lebte von Samenkörnern, Baumfrüchten und Gemüsen ohne Fleisch.“ Und „Johannes, der die Mäßigkeit im äußersten Grade übte, aß Blattknospen und wilden Honig.“ 4

Nach dem Kirchenhistoriker Hegesipp hat auch Johannes nie Fleisch gegessen. 5
Jakobus, der Bruder des Herrn, lebte von Sämereien und Pflanzen und berührte weder Fleisch noch Wein. 6 Auch die anderen Apostel und Jünger waren nach dem Zeugnis der Schriftsteller des 2. Jahrhunderts Vegetarier.

„Kirchenlehrer“ Quintus Septimus Tertullianus (ca. 150 – ca. 220) wird zu den ältesten Kirchenschriftstellern gezählt. Er teilt die Christen in zwei Gruppen: die „wahren Christen“, die sich des Fleisches enthalten, und die „Leiber ohne Seelen“, welche Fleisch essen. Tertullian schreibt:
„Wie soll ich es bezeichnen, dass ihr glaubt, wir seien nach Menschenblut begierig, da ihr doch wisst, dass wir das Tierblut verabscheuen!“ 7

Basilius der Große, Erzbischof von Caesarea, ebenfalls „Kirchenvater“, überlieferte folgende Aussage:
„Solange man mäßig lebt, wird das Glück des Hauses sich mehren; die Tiere werden sich in Sicherheit befinden; man wird kein Blut vergießen, keine Tiere töten ... die Tafel wird nur gedeckt mit Früchten, welche die Natur spendet, und man wird sich damit genügen lassen ...“ 8
„Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut.“ 9

Kirchenvater Gregor von Nazianz (ca. 329 – 390) erklärte:
„Die Schwelgerei in Fleischgerichten ist ein schändliches Unrecht, und ich wünsche, dass ihr vor allen Dingen bestrebt sein möget, eurer Seele eine Nahrung zu reichen, welche ewige Dauer hat.“ 10
Johannes von Antiochia, genannt Chrysostomos (ca. 349 – 407), berichtete über eine Gruppe von Urchristen Folgendes:
„Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen, kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ...“ 11

Der byzantinische Gouverneur Plinius bestätigt seinem römischen Kaiser Trajan (59 – 117) in einem Brief, dass die Christen sich der Fleischnahrung enthalten. 12
(weiter auf S. 32)







Tierversuche: unvorstellbare, kirchlich abgesegnete Grausamkeit (S. 56)Eine Verhöhnung Gottes, der alles Sein beatmet, ist es auch, wie der Mensch in dieser Welt mit den Tieren umgeht – die ja die gottgewollten Mitgeschöpfe der Menschen sind. Ihnen ergeht es so unsagbar grausam, dass ihr zum Himmel schreiendes Elend nicht oft genug und deutlich genug aufgezeigt werden kann. Die Tiere sind wahrlich den verbrecherischen Machenschaften der Spezies Mensch erbarmungslos ausgeliefert – und das alles mit dem Segen der institutionellen, angeblich „christlichen“ Kirchen, der Priester, Bischöfe, Kardinäle und des Papstes.

Kommen wir noch einmal auf die Aussagen im Katechismus zurück. Es heißt dort:
„Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind sittlich zulässig, wenn sie in vernünftigen Grenzen bleiben und dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.“ (Rd.-Nr. 2417)

Was der Vatikan unter Führung des Papstes unter „in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig“ versteht, das kann man aus der folgenden Meldung von Radio Vatikan am 10.12.2011 schließen:
„Papst Benedikt hat den Neurophysiologen Prof. Wolf Singer zum Konsultor des Päpstlichen Kulturrates ernannt. Bereits 1992 war er zum lebenslangen Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt worden.“Was der auf diese Weise für seine kirchentreuen Taten belohnte Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, mit den Tieren wirklich anstellt, kann man im Internet ausführlich nachlesen. Diese Lektüre ist allerdings nichts für schwache Nerven...



Tierschützer und Vegetarier sind „Ketzer“ – von der Kirche ewig verdammt (S. 60)
Machen wir uns bewusst: All diese sadistischen Quälereien werden von den Kirchen abgesegnet. Wenn jemand hingegen, z.B. als Tierschützer, behauptet, dass Tiere eine Seele haben und dass diese Forschungen abartig und pervers sind, so kommt das einer Missachtung der Kirchengesetze gleich. Wer so denkt und redet, ist in den Augen der Kirche ein Ketzer.
Missachtet ein ungehorsamer Katholik auch nur eines der gegen das Leben gerichteten Dogmen, Riten und Kulte, nur eine der teilweise abstrusen und brutalen Lehraussagen von Männern, von denen mit großer Sicherheit viele nach heutigem Recht der Gerichtsbarkeit übergeben werden müssten, so droht ihm unweigerlich die ewige Verdammnis. Doch die droht unabhängig davon auch allen Menschen, die nicht katholisch sind; zur Zeit sind das mindestens 5,5 Milliarden Menschen. Also allen Moslems, allen Juden, allen Atheisten, allen Buddhisten, allen Hinduisten usw., denn außerhalb der Kirche gibt es nach katholischer Lehre kein Heil.

Das Ausmerzen der Ketzer – und Tierschutz und Vegetarismus galt schon immer als eines der Hauptindizien für Ketzerei – ist zur Zeit aufgrund einer demokratischen Verfassung in Deutschland auf unbestimmte Zeit verschoben. Doch jeder Katholik hat bis heute alle kirchlichen Lehrsätze ohne Ausnahme anzuerkennen. Sonst heißt es auch für den eifrigsten Katholiken: ab in die ewige Verdammnis!

Machen wir uns bewusst, dass die katholische Kirche lehrt: Alle Vegetarier auf Erden sind noch immer gottlose Ketzer und auf ewig verdammt, weil Kirchenlehrer Augustinus, der „Heilige“, es so wollte! Augustinus, der besondere „Freund“ Ratzingers, den er um Beistand und Hilfe bittet!

Machen wir uns bewusst, dass die katholische Kirche lehrt: Alle Vegetarier auf Erden sind noch immer gottlose Ketzer und auf ewig verdammt, weil Papst Johannes III. (561 – 574) auf der 1. Synode von Braga einen Bannfluch gegen die Vegetarier aussprach:
„Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ... sei er mit dem Bannfluch belegt.“ 27

Auch dieser Bannfluch ist bis heute nicht aufgehoben, im Gegenteil: Er befindet sich nach wie vor in der offiziellen ausführlichen Lehrsatzsammlung von Denziger und Schönmetzer...

Auch dieser Bannfluch ist bis heute nicht aufgehoben, im Gegenteil: Er befindet sich nach wie vor in der offiziellen ausführlichen Lehrsatzsammlung von Denziger und Schönmetzer. 28
Man muss dazu wissen: Ein Bannfluch war im Mittelalter soviel wie ein Todesurteil, denn er hatte die „Vogelfreiheit“ zur Folge. Jeder durfte einen Gebannten sogar straflos töten. Dieser verlor als ein aus der Gesellschaft Ausgeschlossener automatisch alle Rechte. – Wie geht es übrigens damit den Tierfreunden und Vegetariern in den Kirchen? Oder sind am Ende schon alle ausgetreten?

„Deshalb muss sie [die Kirche] mit peinlicher Sorgfalt alles ausmerzen, was gegen den Glauben ist ...“ (S. 62)In den Urkunden der Lehrverkündigung: „Der Glaube der Kirche“ von Neuner-Roos, 13. Auflage 1992, lesen wir unter der Rand-Nr. 382:
„Deshalb muss sie [die Kirche] mit peinlicher Sorgfalt
alles ... ausmerzen, was gegen den Glauben ist ...“
...


Esst nicht das Leid der Tiere! (S.75)Liebe Leser, informieren Sie sich selbst, und entscheiden Sie dann, wie Sie in Bezug auf die Tiere leben möchten. Das Anliegen dieses Buches ist es, dass immer mehr Menschen erkennen, wie bestialisch mit den Tieren umgegangen wird, und dass sie beginnen, vegetarisch zu leben. Vor allem im Internet gibt es viele Web-Seiten, die helfen können, aus dem Kreislauf des Unguten, der Mitschuld am Tierleid, herauszufinden. Wenn Sie wollen, fangen Sie langsam an, Ihre Essensgewohnheiten umzustellen. Bereiten Sie sich zum Beispiel an einigen Tagen in der Woche ein vegetarisches Mahl. Gewöhnen Sie sich allmählich um. Bei einigen Menschen geht es schneller, andere brauchen ein wenig mehr Zeit. Macht nichts. Von Tag zu Tag geht es besser. Sie werden sehen, es wird für Sie zum Lebensgewinn, nicht nur, weil vegetarisches Essen viel gesünder ist. Auch Ihre Seele profitiert davon.

Darum: Esst kein Fleisch!
Esst nicht das Leid der Tiere!
Fleischessen ist wahrlich gegen das Gesetz des Lebens, das Gott ist.

http://www.das-wort.com/deutsch/tiere-und-natur/vegetarier---gottlose-ketzer.php

Mittwoch, Juni 20, 2012

Die Botschaft des Schöpfers

Universelles Leben - Die Botschaft des Schöpfers





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Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in dieser Zeit, hat am 27.2.2001 von GOTT, dem Ewigen, folgende Botschaft empfangen, die sie hiermit an ihre Mitmenschen weitergibt:

Der Schöpfer:


Ich Bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Ich Bin der Gott aller wahren Propheten.
Ich, GOTT, der Allmächtige, erhebe Meine Stimme durch Meine Prophetin und Botschafterin und richte sie an die Menschheit.
Hört auf, eure Mitgeschöpfe, die eure Tiergeschwister sind, zu verzehren!
Hört auf, sie zu quälen durch Tierversuche und durch Freiheitsentzug, indem ihr sie in Ställen haltet, die tierunwürdig sind! Tiere lieben die Freiheit, ebenso wie ihr, die Menschen.
Hört auf, Kleinsttiere, das Bodenleben, zu töten durch künstliche Düngemittel, auch durch Exkremente und dergleichen!
Hört auf, Wälder abzuholzen, abzubrennen und den Tieren in Wald und Flur den Lebensraum zu nehmen. Gebt ihnen ihren Lebensraum, Wälder, Felder und Wiesen, zurück; anderenfalls wird euer Schicksal, das ihr euch selbst auferlegt habt, euer Haus und Hof und eure Ernährungsquellen wegnehmen durch weltweite Katastrophen, die ihr selbst geschaffen habt durch euer Verhalten gegen das Leben, gegen die Reiche der Natur, einschließlich der Tiere.
Sollten die Menschen Meine Worte abermals dem Wind übergeben, dann wird für sie der Sturm, das weltweite Schicksal, einsetzen und die Menschen zu Hunderttausenden hinwegraffen – zum einen durch weltweite Katastrophen, zum anderen durch Krankheiten, die ähnlich wie Seuchen über sie hereinbrechen und die sie durch ihre Abkehr von jeglicher geistigen Ethik und Moral den Tieren auferlegt haben, die sie derzeit zu Tausenden verbrennen. Wer nicht umkehrt, dem wird es ähnlich ergehen.
Mein Wort ist gesprochen. Die weltweite Apokalypse ist im Gange. Wer nicht hören will, wird in immer kürzeren Abständen seine geschaffenen Ursachen als Wirkungen fühlen. Ich habe die Erde mit ihren Pflanzen, Tieren und Mineralien zu Mir erhoben. Wer weiterhin an die Mutter Erde mit all ihren Lebensformen Hand anlegt, der wird die Wirkungen spüren. Hört auf, zu quälen, zu töten und zu morden!
Hört auf, ihr Menschen, mit eurem bestialischen Verhalten, das ausschließlich euch trifft und kein anderes Wesen; denn was ihr den Geringsten eurer Mitgeschöpfe antut, das tut ihr Mir an und euch selbst.
Es ist genug! Kehrt um, sonst setzt sich die Ernte fort, die eure Saat ist.
ICH BIN der ICH BIN, immer Derselbe, gestern, heute und morgen, in alle Ewigkeit.
Diese Schöpferbotschaft ist in der Gratis-Broschüre
Der Mord an den Tieren
ist der Tod der Menschen
aus der Reihe "Der Prophet" enthalten.
Erhältlich über das Bestellformular

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Sonntag, Mai 06, 2012

Samstag, März 10, 2012

Tierschutznews

Tierschutznews


Geschrieben für alle Fleischliebhaber und alle, die ihre Tiere mit Fleisch füttern:
"Um eines kleinen Bissens Fleisches willen..."
Eine Veterinär-Studentin im Schlachthof

"Es werden nur Tiere angenommen, die tierschutzgerecht transportiert werden und ordnungsgemäss gekennzeichnet sind", steht auf dem Schild über der Betonrampe. Am Ende der Rampe liegt, steif und bleich, ein totes Schwein. "Ja, manche sterben schon während des Transportes. Kreislaufkollaps."

Erlebt und geschrieben von Christiane M. Haupt

Was für ein Glück, dass ich die alte Jacke mitgenommen habe. Obwohl erst Anfang Oktober, ist es schneidend kalt, aber ich friere nicht nur deswegen. Ich vergrabe die Hände in den Taschen, zwinge mich zu einem freundlichen Gesicht und dazu, dem Direktor des Schlachthofes zuzuhören, der mir eben erklärt, dass man längst keine Lebenduntersuchung mehr vornimmt, nur eine Lebendbeschau. 700 Schweine pro Tag, wie sollte das auch gehen.
"Es sind eh keine kranken Tiere dabei. Die würden wir sofort zurückschicken, und das kostet den Anlieferer eine empfindliche Strafe. Das macht der einmal und dann nicht wieder." Ich nicke pflichtschuldig - durch, nur durchhalten, du musst diese sechs Wochen hinter dich bringen - , was passiert mit kranken Schweinen?
"Da gibt es einen ganz speziellen Schlachthof." Ich erfahre einiges über die Transportverordnungen, und wieviel genauer man es heutzutage mit dem Tierschutz nimmt. Das Wort, an diesem Ort gesprochen, klingt makaber. Inzwischen hat sich der vielstimmig grunzende und quiekende Doppeldecktransporter unter uns bis an die Rampe heranrangiert. Einzelheiten sind in der morgendlichen Dunkelheit kaum auszumachen; die Szenerie hat etwas Unwirkliches und gemahnt an jene gespenstischen Wochenschauen aus dem Krieg, an graue Waggonreihen voller ängstlicher bleicher Gesichter an Laderampen, über die geduckte Menschenmengen von gewehrtragenden Männern getrieben werden. Plötzlich bin ich mittendrin. So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt: Inmitten wabernden Nebels, in Eiseskälte und schmutzigem Zwielicht dieses unnennbar böse Bauwerk, dieser flache, anonyme Klotz aus Beton und Stahl und weissen Kacheln, ganz hinten am frosterstarrten Waldesrand; hier geschieht das Unaussprechliche, wovon niemand wissen will.
Die Schreie sind das erste, was ich höre an jenem Morgen, als ich eintreffe, um ein Pflichtpraktikum anzutreten, dessen Verweigerung für mich fünf verlorene Studienjahre und das Scheitern aller Zukunftspläne bedeutet hätte. Aber alles in mir – jede Faser, jeder Gedanke – ist Verweigerung, ist Abscheu und Entsetzen und das Bewusstsein nicht steigerbarer Ohnmacht: Zusehen müssen, nichts tun können, und sie werden dich zwingen mitzumachen, dich ebenfalls mit Blut zu besudeln. Schon aus der Ferne, als ich aus dem Bus steige, treffen die Schreie der Schweine mich wie ein Messerstich. Sechs Wochen lang werden sie mir in den Ohren gellen, Stunde für Stunde, ohne Unterlass. Durchhalten. Für dich ist es irgendwann zu Ende. Für die Tiere nie.
So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt.

Ein kahler Hof, einige Kühltransporter, Schweinehälften am Haken in einer grell erleuchteten Türe. Alles peinlich sauber. Das ist die Vorderfront. Ich suche nach dem Eingang, er ist seitlich gelegen. Zwei Viehtransporter fahren an mir vorbei, gelbe Scheinwerfer im Morgendunst. Mir weist ein fahles Licht den Weg, erleuchtete Fenster. Ein paar Stufen, dann bin ich drinnen, und jetzt ist alles nur weissgekachelt. Keine Menschenseele zu sehen. Ein weisser Gang, – da, der Umkleideraum für Damen. Fast sieben Uhr, ich ziehe mich um: weiss, weiss, weiss. Der geliehene Helm schaukelt grotesk auf den glatten Haaren. Die Stiefel sind zu gross. Ich schlurfe wieder in den Gang, stosse beinahe mit dem zuständigen Veterinär zusammen. Artige Begrüssung. "Ich bin die neue Praktikantin." Bevor es losgeht, die Formalitäten. "Ziehen Sie sich mal was Warmes an, gehen Sie zum Direktor und geben Sie Ihr Gesundheitszeugnis ab. Dr. XX sagt Ihnen dann, wo Sie anfangen."
Schon aus der Ferne treffen die Schreie der Schweine mich wie ein Messerstich.

Der Direktor ist ein jovialer Herr, der mir erst einmal von den guten alten Zeiten erzählt, als der Schlachthof noch nicht privatisiert war. Dann hört er leider damit auf und beschliesst, mich persönlich herumzuführen. Und so komme ich also auf die Rampe. Rechter Hand kahle Betongevierte, von eisigen Stahlstangen umgeben. Einige sind bereits mit Schweinen gefüllt. "Wir beginnen hier um fünf Uhr morgens." Geschubse, hier und da Krabbeleien, ein paar neugierige Rüssel schieben sich durch die Gitter, pfiffige Augen, andere unstet und verwirrt. Eine grosse Sau geht beharrlich auf eine andere los; der Direktor angelt nach einem Stock und schlägt sie mehrfach auf den Kopf. "Die beissen sich sonst ganz böse." Unten hat der Transporter die Holzklappe heruntergelassen, die vordersten Schweine schrecken vor dem wackeligen und abschüssigen Übergang zurück, doch von hinten wird gedrängelt, da ein Treiber dazwischen geklettert ist und kräftige Hiebe mit einem Gummischlauch austeilt. Ich werde mich später nicht mehr wundern über die vielen roten Striemen auf den Schweinehälften.

"Der Elektrostab ist für Schweine inzwischen verboten", doziert der Direktor. Einige Tiere wagen strauchelnd und unsicher die ersten Schritte, dann wogt der Rest hinterher, eins rutscht mit dem Bein zwischen Klappe und Rampe, kommt wieder hoch, hinkt weiter. Sie finden sich zwischen Stahlverstrebungen wieder, die sie unentrinnbar in einen noch leeren Pferch führen. Wenn es um eine Ecke geht, verkeilen sich die vorderen Schweine, alle stecken fest, und der Treiber flucht wütend und drischt auf die hintersten ein, die panisch versuchen, auf ihre Leidesgenossen zu springen. Der Direktor schüttelt den Kopf. "Hirnlos. Einfach hirnlos. Wie oft habe ich schon gesagt, dass es doch nichts bringt, die hintersten zu prügeln!"
Während ich noch wie erstarrt dieses Schauspiel verfolge – das ist bestimmt alles nicht wahr – du träumst –, wendet er sich ab und begrüsst den Fahrer eines weiteren Transportes, der neben den anderen gefahren ist und sich jetzt zum Ausladen bereit macht. Warum es hier viel schneller, aber auch mit noch viel mehr Geschrei vonstatten geht, sehe ich erst, als hinter den emporstolpernden Schweinen ein zweiter Mann aus dem Laderaum auftaucht, denn was nicht schnell genug ist, wird von ihm mit Elektroschocks bedacht. Ich starre den Mann an, dann den Direktor, und dieser schüttelt ein weiteres Mal den Kopf: "Also, Sie wissen doch, das ist bei Schweinen jetzt verboten!" Der Mann blickt ungläubig, dann steckt er das Gerät in die Tasche.
Wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines?

Von hinten stupst mich etwas in die Kniekehle, ich fahre herum und blicke in zwei wache blaue Augen. Viele Tierfreunde kenne ich, die enthusiastisch schwärmen von den ach so seelenvollen Katzenaugen, dem treuen Hundeblick, – wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines? Ich werde diese Augen sehr bald noch anders kennenlernen: Stumm schreiend vor Angst, von Schmerzen stumpf, und dann blicklos, gebrochen, aus den Höhlen gerissen, über den blutverschmierten Boden kollernd. Messerscharf streift mich ein Gedanke, den ich in den folgenden Wochen monoton noch viele hundert Male im Geiste wiederholen werde: Fleischessen ist ein Verbrechen – ein Verbrechen...
Danach ein kurzer Rundgang durch den Schlachthof, im Pausenraum beginnend. Eine offene Fensterfront zur Schlachthalle, in unendlicher Folge schweben am Fliessband fahle, blutige Schweinehälften vorbei. Dessen ungeachtet sitzen zwei Angestellte beim Frühstück. Wurstbrot. Die weissen Kittel der beiden sind blutverschmiert, unter einem Gummistiefel hängt ein Fetzen Fleisch. Hier ist der unmenschliche Lärm noch gedämpft, der mir wenig später ohrenbetäubend entgegenschlägt, als ich in die Schlachthalle geführt werde. Ich fahre zurück, weil eine Schweinehälfte scharf um die Ecke saust und gegen die nächste klatscht. Sie hat mich gestreift, warm und teigig. Das ist nicht wahr – das ist absurd – unmöglich.
Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse...

Alles zugleich stürzt auf mich ein. Schneidende Schreie. Das Kreischen von Maschinen. Blechgeklapper. Der durchdringende Gestank nach verbrannten Haaren und versengter Haut. Der Dunst von Blut und heissem Wasser. Gelächter, unbekümmerte Rufe. Blitzende Messer, durch Sehnen gebohrte Fleischerhaken, daran hängende halbe Tiere ohne Augen und mit zuckenden Muskeln. Fleischbrocken und Organe, die platschend in eine blutgefüllte Rinne fallen, so dass der eklige Sud an mir hochspritzt. Fettige Fleischfasern am Boden, auf denen man ausrutscht. Menschen in Weiss, von deren Kitteln das Blut rinnt, unter den Helmen oder Käppis Gesichter, wie man sie überall trifft: in der U-Bahn, im Kino, im Supermarkt. Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse, der gepflegte Herr aus der Bank. Ich werde freundlich begrüsst. Der Direktor zeigt mir rasch noch die heute leere Rinderschlachthalle – "Rinder sind dienstags dran!" –, übergibt mich dann einer Dame und enteilt; er hat zu tun. "Die Tötungshalle können Sie sich ja selbst mal in aller Ruhe ansehen." Drei Wochen werden vergehen, ehe ich mich dazu überwinde.

Der erste Tag ist für mich noch Galgenfrist. Ich sitze in einem kleinen Zimmerchen neben dem Pausenraum und schnippele Stunde um Stunde kleine Fleischstückchen aus einem Eimer von Proben, den regelmässig eine blutige Hand aus der Schlachthalle nachfüllt. Jedes Stückchen – ein Tier. Das Ganze wird dann portionsweise zerhäckselt, mit Salzsäure angesetzt und gekocht, für die Trichinenuntersuchung. Die Dame zeigt mir alles. Man findet nie Trichinen, aber es ist Vorschrift.

Am nächsten Tag werde ich dann selbst zu einem Teil der gigantischen Zerstückelungsmaschinerie. Eine rasche Einweisung – "Hier, den Rest des Rachenringes entfernen und die Mandibularlymphknoten anschneiden. Manchmal hängt noch ein Hornschuh an den Klauen, den dann abmachen."–, und ich schneide drauflos, es muss schnell gehen, das Band läuft weiter, immer weiter. Über mir werden andere Teile des Kadavers entfernt. Arbeitet der Kollege zu schwungvoll, oder staut sich in der Rinne von mir zuviel blutiger Sud, spritzt mir der Brei bis ins Gesicht. Ich versuche, zur anderen Seite auszuweichen, doch da werden mit einer riesigen, wassersprühenden Säge die Schweine zerteilt; unmöglich kann man hier stehen, ohne nass bis auf die Knochen zu werden. Mit zusammengebissenen Zähnen säbele ich weiter, noch muss ich mich zu sehr eilen, um über all das Grauen nachdenken zu können, und ausserdem höllisch aufpassen, mir nicht in die Finger zu schneiden.

Gleich am nächsten Tag leihe ich mir von einer Kommilitonin, die das Ganze schon hinter sich hat, einen Kettenhandschuh. Und höre auf, die Schweine zu zählen, die triefend an mir vorübergleiten. Auch Gummihandschuhe verwende ich nicht länger. Zwar ist es grässlich, mit blossen Händen in den warmen Leichen herumzuwühlen, doch da man sich zwangsläufig bis an die Schultern beschmiert, läuft das klebrige Gemisch der Körperflüssigkeiten ohnehin in die Handschuhe hinein, so dass man sie sich auch sparen kann. Wozu drehen sie noch Horrorfilme, wenn es das hier gibt?
Die wahren Unmenschen sind all jene, die diesen Massenmord tagtäglich in Auftrag geben.

Bald ist das Messer stumpf. "Geben Sie her – ich schleif Ihnen das mal!" Der nette Opa, in Wahrheit ein altgedienter Fleischbeschauer, zwinkert mir zu. Nachdem er das geschärfte Messer zurückgebracht hat, schwätzt er ein bisschen herum, erzählt mir einen Witz und geht wieder an die Arbeit. Er nimmt mich auch künftig ein bisschen unter seine Fittiche und zeigt mir manchen kleinen Trick, der die Fliessbandarbeit erleichtert. "Gell? Ihnen gefällt das hier alles nicht. Sehe ich doch. Aber da muss man nun mal durch." Ich kann ihn nicht unsympathisch finden, er gibt sich grosse Mühe, mich etwas aufzuheitern. Auch die meisten anderen sind sehr bemüht zu helfen; sicher machen sie sich lustig über die vielen Praktikanten, die hier kommen und gehen, die erst schockiert, dann mit zusammengebissenen Zähnen ihre Zeit ableisten. Aber sie tun es gutmütig, Schikanen gibt es nicht. Es gibt mir zu denken, dass ich – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – die hier arbeitenden Leute gar nicht als Unmenschen empfinden kann, sie sind nur abgestumpft, wie auch ich selbst mit der Zeit. Das ist Selbstschutz. Man kann es sonst nicht ertragen. Nein, die wahren Unmenschen sind all jene, die diesen Massenmord tagtäglich in Auftrag geben, die durch ihre Gier nach Fleisch Tiere zu einem erbärmlichen Dasein und einem noch erbärmlicheren Ende – und andere Menschen zu einer entwürdigenden und verrohenden Arbeit zwingen.

Langsam werde ich zu einem kleinen Rädchen in dieser ungeheuren Automatik des Todes. Irgendwann im Verlauf der nicht enden wollenden Stunden werden die eintönigen Handgriffe mechanisch, und mühsam. Fast erstickt durch die ohrenbetäubende Kakophonie und Allgegenwärtigkeit unbeschreiblichen Grauens, gräbt sich der Verstand aus den Tiefen betäubter Sinne empor und fängt wieder an zu funktionieren. Differenziert, ordnet, versucht zu begreifen. Aber das ist unmöglich.

Als ich zum ersten Mal bewusst erfasse – am zweiten oder dritten Tag – dass ausgeblutete, abgeflammte und zersägte Schweine noch zucken und mit dem Schwänzchen wackeln, bin ich nicht in der Lage, mich zu bewegen. "Sie – sie zucken noch...", sage ich, obwohl ich ja weiss, dass es nur die Nerven sind, zu einem vorübergehenden Veterinär. Der grinst: "Verflixt, da hat einer ‘nen Fehler gemacht – das ist noch nicht richtig tot!" Gespenstischer Puls durchzittert die Tierhälften, überall. Ein Horrorkabinett. Mich friert bis ins Mark.
"Guck nicht so unfreundlich. Lächle mal. Du wolltest doch unbedingt Tierarzt werden."

Wieder daheim lege ich mich aufs Bett und starre an die Decke. Stunde für Stunde. Jeden Tag. Meine nächste Umgebung reagiert gereizt. "Guck nicht so unfreundlich. Lächle mal. Du wolltest doch unbedingt Tierarzt werden." Tierarzt. Nicht Tierschlächter. Ich halte es nicht aus. Diese Kommentare. Diese Gleichgültigkeit. Diese Selbstverständlichkeit des Mordens. Ich möchte, ich muss sprechen, es mir von der Seele reden. Ich ersticke daran. Von dem Schwein möchte ich erzählen, das nicht mehr laufen konnte, mit gegrätschen Hinterbeinen dasass. Das sie solange traten und schlugen, bis sie es in die Tötungsbox hineingeprügelt hatten. Das ich mir hinterher ansah, als es zerteilt an mir vorüberpendelte: beidseitiger Muskelabriss an den Innenschenkeln. Schlachtnummer 530 an jenem Tag, nie vergesse ich diese Zahl. Ich möchte von den Rinderschlachttagen erzählen, von den sanften braunen Augen, die so voller Panik sind. Von den Fluchtversuchen, von all den Schlägen und Flüchen, bis das unselige Tier endlich im eisernen Pferch zum Bolzenschuss bereit steht, mit Panoramablick auf die Halle, wo die Artgenossen gehäutet und zerstückelt werden, – dann der tödliche Schuss, im nächsten Moment schon die Kette am Hinterfuss, die das ausschlagende, sich windende Tier in die Höhe zieht, während unten bereits der Kopf abgesäbelt wird. Und immer noch, kopflos, Ströme von Blut ausspeiend, bäumt der Leib sich auf, treten die Beine um sich... Erzählen von dem grässlich-schmatzenden Geräusch, wenn eine Winde die Haut vom Körper reisst, von der automatisierten Rollbewegung der Finger, mit der die Abdecker die Augäpfel – die verdrehten, rotgeäderten, hervorquellenden – aus den Augenhöhlen klauben und in ein Loch im Boden werfen, in dem der "Abfall" verschwindet. Von der verschmierten Aluminiumrutsche, auf der alle Innereien landen, die aus dem riesigen geköpften Kadaver gerissen werden, und die dann, bis auf Leber, Herz, Lungen und Zunge – zum Verzehr geeignet – in einer Art Müllschlucker verschwinden.
Kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Grössen, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten...

Erzählen möchte ich, dass immer wieder inmitten dieses schleimigen, blutigen Berges ein trächtiger Uterus zu finden ist, dass ich kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Grössen gesehen habe, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten, – das kleinste so winzig wie ein neugeborenes Kätzchen und doch eine richtige Miniatur-Kuh, das grösste weich behaart, braunweiss und mit langen seidigen Wimpern, nur wenige Wochen vor der Geburt. "Ist es nicht ein Wunder, was die Natur so erschafft?" meint der Veterinär, der an diesem Tag Dienst hat, und schiebt Uterus samt Fötus in den gurgelnden Müllschlucker. Und ich weiss nun ganz sicher, dass es keinen Gott geben kann, denn kein Blitz fährt vom Himmel hernieder, diesen Frevel zu rächen, der seinen Fortgang nimmt, wieder und wieder.

Auch für die erbärmlich magere Kuh, die, als ich morgens um sieben komme, krampfhaft zuckend im eisigen, zugigen Gang liegt kurz vor der Tötungsbox, gibt es keinen Gott und niemanden, der sich ihrer erbarmt in Form eines schnellen Schusses. Erst müssen die übrigen Schlachttiere abgefertigt werden. Als ich mittags gehe, liegt sie immer noch und zuckt, niemand, trotz mehrfacher Aufforderung, hat sie erlöst. Ich habe das Halfter, das unbarmherzig scharf in ihr Fleisch schnitt, gelockert und ihre Stirn gestreichelt. Sie blickt mich an mit ihren riesiggrossen Augen, und ich erlebe nun selbst, dass Kühe weinen können.
Die Schuld, ein Verbrechen tatenlos mitanzusehen, wiegt so schwer wie die es zu begehen. Ich fühle mich so unendlich schuldig.

Meine Hände, Kittel, Schürze und Stiefel sind besudelt vom Blute ihrer Artgenossen, stundenlang habe ich unter dem Band gestanden, Herzen und Lungen und Lebern aufgeschnitten, – "Bei den Rindern saut man sich immer total ein", bin ich bereits gewarnt worden.

Das ist es, wovon ich berichten möchte, um es nicht allein tragen zu müssen, – aber im Grunde will es keiner hören. Nicht, dass ich während dieser Zeit nicht oft genug befragt werde. "Wie ist es denn so im Schlachthof? Also, ich könnte das ja nicht!" Ich grabe mir mit den Fingernägeln scharfe Halbmonde in die Handflächen, um nicht in diese mitleidigen Gesichter zu schlagen, oder um nicht den Telefonhörer aus dem Fenster zu werfen, – schreien möchte ich, aber längst hat all das, was ich tagtäglich mitansehe, jeden Schrei in der Kehle erstickt. Keiner hat gefragt, ob ich es kann. Reaktionen auf noch so karge Antworten verraten Unbehagen ob des Themas. "Ja, das ist ganz schrecklich, und wir essen auch nur noch selten Fleisch." Oft werde ich angespornt: "Beiss die Zähne zusammen, du musst da durch, und bald hast du es ja hinter dir!" Für mich eine der schlimmsten, herzlosesten und ignorantesten Äusserungen, denn das Massaker geht weiter, Tag für Tag. Ich glaube, niemand hat begriffen, dass mein Problem weniger darin bestand, diese sechs Wochen zu überleben, sondern dass dieser ungeheure Massenmord geschieht, millionenfach, – für jeden geschieht, der Fleisch isst. Besonders jene Fleischesser, die von sich behaupten, Tierfreunde zu sein, werden für mich nun vollends unglaubwürdig.

"Hör auf – verdirb mir nicht den Appetit!" Auch damit bin ich mehr als einmal rigoros abgewürgt worden, gefolgt von der Steigerung: "Du bist ein Terrorist! Jeder normale Mensch lacht dich doch aus!" Wie allein man sich in solchen Augenblicken vorkommt. Ab und zu sehe ich mir den kleinen Rinderfetus an, den ich mit heimgenommen und in Formalin eingelegt habe. Memento mori. Lass sie lachen, die "normalen Menschen".
Augen, die ich niemals mehr vergessen kann, Augen, in die jeder sehen sollte, den es nach Fleisch verlangt.

Die Dinge abstrahieren sich, wenn man von soviel gewaltsamen Tod umgeben ist; das eigene Leben erscheint unendlich bedeutungslos. Irgendwann blickt man auf die anonymen Reihen zerstückelter Schweine, die mäanderförmig durch die Halle ziehen, und fragt sich: Wäre es anders, wenn hier Menschen hingen? Insbesondere die rückwärtige Anatomie der Schlachttiere, dick und pickelig und rotgefleckt, erinnert verblüffend an das, was an sonnigen Urlaubsstränden fettig unter engen Badehosen hervorquillt. Auch die nicht endenwollenden Schreie, die aus der Tötungshalle herübergellen, wenn die Schweine den Tod spüren, könnten von Frauen oder Kindern stammen. Abstumpfung bleibt nicht aus. Irgendwann denke ich nur noch, aufhören, es soll aufhören, hoffentlich macht er schnell mit den Elektrozangen, damit es endlich aufhört. "Viele geben keinen Ton vor sich", hat einer der Veterinäre einmal gesagt, "andere stehen eben da und schreien völlig grundlos."

Ich sehe mir auch das an, – wie sie dastehen und "völlig grundlos" schreien. Mehr als die Hälfte des Praktikums ist vorüber, als ich endlich in die Tötungshalle gehe, um sagen zu können: "Ich habe gesehen." Hier schliesst sich der Weg, der vorn an der Laderampe beginnt. Der kahle Gang, in den alle Pferche münden, verjüngt sich und führt eine Tür in einen kleinen Wartepferch für jeweils vier oder fünf Schweine. Sollte ich je den Begriff ‚Angst’ bildlich darstellen, ich würde die Schweine zeichnen, die sich hier gegen die hinter ihnen geschlossene Tür zusammendrängen, ich würde ihre Augen zeichnen. Augen, die ich niemals mehr vergessen kann. Augen, in die jeder sehen sollte, den es nach Fleisch verlangt.

Mit Hilfe eines Gummischlauches werden die Schweine separiert. Eines wird nach vorn in einen Stand getrieben, der es von allen Seiten umschliesst. Es schreit, versucht nach hinten auszubrechen, und häufig hat der Treiber alle Hände voll zu tun, ehe er endlich mit einem elektrischen Schieber den Stand schliessen kann. Ein Knopfdruck, der Boden des Standes wird durch eine Art fahrbaren Schlitten ersetzt, auf dem sich das Schwein rittlings wiederfindet, ein zweiter Schieber vor ihm öffnet sich, und der Schlitten mit dem Tier gleitet hinüber in eine weitere Box. Der danebenstehende Grobschlächter – ich habe ihn insgeheim immer ‚Frankenstein’ genannt – setzt die Elektroden an; eine Dreipunktbetäubung, wie der Direktor mir einst erklärt hat. Man sieht das Schwein sich in der Box aufbäumen, dann klappt der Schlitten weg, und das zuckende Tier schlägt auf einer blutüberströmten Rutsche auf und zappelt mit den Beinen. Auch hier wartet ein Grobschlächter, zielsicher trifft das Messer unter dem rechten Vorderbein, ein Schwall dunklen Blutes schiesst hervor, und der Körper rutscht weiter. Sekunden später hat sich bereits eine Eisenkette um ein Hinterbein geschlossen und das Tier emporgezogen, und der Grobschlächter legt das Messer ab, greift nach einer verschmierten Cola-Flasche, die auf dem zentimeterdick mit geronnenem Blut bedeckten Boden steht, und genehmigt sich einen Schluck.
Feuer flammt auf, und mehrere Sekunden lang werden die Körper herumgeschüttelt und scheinen einen grotesken Springtanz aufzuführen.

Ich folge den am Haken baumelnden, ausblutenden Kadavern in die "Hölle". So habe ich den nächsten Raum genannt. Er ist hoch und schwarz, voll von Russ, Gestank und Feuer. Nach einigen bluttriefenden Kurven erreicht die Schweinereihe eine Art riesigen Ofen. Hier wird entborstet. Von oben fallen die Tiere in einen Auffangtrichter und gleiten in das Innere der Maschine. Man kann hineinsehen. Feuer flammt auf, und mehrere Sekunden lang werden die Körper herumgeschüttelt und scheinen einen grotesken Springtanz aufzuführen. Dann klatschen sie auf der anderen Seite auf einen grossen Tisch, werden sofort von zwei Grobschlächtern ergriffen, die noch verbliebene Borsten herunterkratzen, die Augäpfel herausreissen und die Hornschuhe von den Klauen trennen. Einen Moment nur dauert dies alles, hier wird im Akkord gearbeitet. Haken durch die Sehnen der Hinterläufe, schon hängen die toten Tiere wieder und gleiten nun zu einem stählernen Rahmen, der wie ein Flammenwerfer konzipiert ist: Ein bellendes Geräusch, und der Tierkörper wird von einem Dutzend Stichflammen eingehüllt und einige Sekunden lang abgeflammt. Das Fliessband setzt sich wieder in Bewegung, führt in die nächste Halle, – jene, wo ich schon drei Wochen lang gestanden habe. Die Organe werden entnommen und auf dem oberen Fliessband bearbeitet: Zunge durchtasten, Mandeln und Speiseröhre abtrennen und fortwerfen, Lymphknoten anschneiden, Lunge zum Abfall, Luftröhre und Herz eröffnen, Trichinenprobe entnehmen, Gallenblase entfernen und Leber auf Wurmknoten untersuche. Viele Schweine sind verwurmt, ihre Lebern sind von Wurmknoten durchsetzt und müssen weggeworfen werden. Alle übrigen Organe wie Magen, Darm und Geschlechtsapparat landen im Abfall. Am unteren Fliessband wird der Restkörper gebrauchsfertig gemacht: zerteilt, Gelenke angeschnitten, After, Nieren und Flomen entfernt, Gehirn und Rückenmark abgesaugt etc., dann Stempel auf Schulter, Nacken, Lende, Bauch und Keule aufgebracht, gewogen und in die Kühlhalle befördert. Nicht zum Verzehr geeignete Tiere werden "vorläufig beschlagnahmt". Das Stempeln ist für den ungeübten Schweissarbeit, die lauwarmen, glitschigen Kadaver hängen zum Schluss des Bandes hin sehr hoch, und will man nicht von ihnen erschlagen werden, muss man sich beeilen, denn vor der Waage klatschen die Hälften mit viel Wucht aufeinander.
Mir ist, als ob diese Besudelung und der Geruch für immer an mir haften. Hinaus, nur hinaus...

Wie oft mein Blick in all diesen Tagen zur Uhr schweift, die im Pausenraum hängt, vermag ich nicht zu sagen. Ganz gewiss geht keine Uhr auf der ganzen Welt langsamer als diese. Jeden Vormittag ist zur Halbzeit eine Pause erlaubt, aufatmend eile ich in den Waschraum, reinige mich notdürftig von Blut und Fleischfetzen; mir ist, als ob diese Besudelung und der Geruch für immer an mir haften. Hinaus, nur hinaus. Ich habe in diesem Haus nie auch nur einen Bissen essen können. Entweder verbringe ich die Pause, so kalt es auch sein mag, draussen, laufe bis an den Stacheldrahtzaun vor und starre hinüber auf die Felder und den Waldrand, beobachte die Krähen. Oder ich gehe zum jenseits der Strasse gelegenen Einkaufszentrum, dort ist eine kleine Bäckerei, wo man sich bei einer Tasse Kaffee aufwärmen kann. Zwanzig Minuten später zurück ans Band.
Fleisch essen ist ein Verbrechen. Kein Fleischesser kann je wieder mein Freund sein. Niemals. Niemals wieder. Jeden, denke ich, jeden der Fleisch isst, sollte man hier durchschicken, jeder müsste es sehen, von Anfang bis Ende.
Das steril verschweisste Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr.

Ich stehe hier nicht, weil ich Tierarzt werden will, sondern weil Menschen meinen, Fleisch essen zu müssen. Und nicht nur das allein: Auch, weil sie feige sind. Das steril verschweisste Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr. Das alles ersparen sie sich, all jene, die sich von geschändeten Leichen nähren: "Also, ich könnte das nicht!"
Dann, eines Tages, kommt ein Bauer und bringt Fleischproben zur Trichinenuntersuchung. Sein kleiner Bub begleitet ihn, zehn oder elf Jahre alt vielleicht. Ich sehe, wie das Kind seine Nase an der Scheibe plattdrückt, und denke: Wenn die Kinder es sähen, all dieses Grauen, all die ermordeten Tiere, gäbe es da nicht noch Hoffnung? Ich kann genau hören, wie der Bub nach seinem Vater ruft. "Papi, schau mal! Geil! Diese grosse Säge da. – "

Am Abend, im Fernsehen, berichtet "Aktenzeichen XY ungelöst" von dem Verbrechen an einem jungen Mädchen, das ermordet und zerstückelt wurde, und vom namenlosen Entsetzen und Abscheu der Bevölkerung auf diese Greueltat. "So etwas ähnliches habe ich diese Woche 3.700mal mitangesehen", werfe ich ein. Nun bin ich nicht mehr nur ein Terrorist, sondern obendrein krank im Kopf. Weil ich Entsetzen und Abscheu nicht nur wegen eines Menschenmordes empfinde, sondern auch wegen des tausendfach mit Füssen getretenen Mordes an Tieren: 3.700 mal nur in dieser einen Woche, nur in diesem einen Schlachthof. Mensch sein – heisst das nicht nein zu sagen und sich zu weigern, Auftraggeber eines Massenmordes zu sein – für ein Stück Fleisch? Sonderbare neue Welt.
Vielleicht hatten die winzigen, dem Mutterleib entrissenen Kälbchen, die starben, bevor sie geboren wurden, das beste Los von uns allen.

Irgendwann ist der letzte all dieser nicht endenwollenden Tage gekommen. Irgendwann halte ich die Praktikumsbestätigung in Händen, einen Papierwisch, teurer bezahlt, als ich je für irgend etwas bezahlt habe. Die Tür schliesst sich, eine zaghafte Novembersonne geleitet mich über den kahlen Hof zum Bus. Schreie und Maschinenlärm werden leiser. Als ich die Strasse überquere, biegt ein grosser Viehtransporter mit Anhänger in die Zufahrt zum Schlachthof ein. Schweine auf zwei Etagen, dichtgedrängt.

Ich gehe ohne einen Blick zurück, denn ich habe Zeugnis abgelegt, und jetzt will ich versuchen zu vergessen, um weiterleben zu können. Kämpfen mögen nun andere; mir haben sie in jenem Haus die Kraft dazu genommen, den Willen, die Lebensfreude, und sie gegen Schuld und lähmende Traurigkeit getauscht. Die Hölle ist unter uns, vieltausendfach, Tag für Tag.
Eines aber bleibt immer, jedem von uns: Nein zu sagen.

Nein, nein und abermals nein!